Archäotop Hohe Birga

23.04.2017
Vereinsausflug nach Manching

Am 23. April fand die Vereinsfahrt 2017 in das kelten-römer-museum in Manching in Bayern statt, zu der sich zahlreiche Teilnehmer einfanden. Nach einer längeren Busfahrt erreichten wir das Museum in dem kleinen Ort Manching im oberbayrischen Landkreis Pfaffenhofen südöstlich von Ingolstadt gelegen. Das Gebäude besticht schon beim Betreten durch seine eindrucksvolle Architektur: über einen etwa 80 Meter langen Steg, der die Distanz zwischen Kulturen und Zeiten vermitteln will, gelangt man in den großzügigen Eingangsbereich des Museums. Auch die Innenarchitektur, gegliedert in zwei getrennte Ausstellungsbereiche, die die keltische und römische Geschichte des Ortes darlegen, führt die Idee der visuellen Einbeziehung der Außenwelt und der Zeitdistanz weiter. Wir erlebten zunächst eine eindrucksvolle Führung durch die Räume durch den Archäologen des Hauses, Dr. Joachim Pechtl. Wunschgemäß bezog er seine Ausführungen auf Aufstieg und Niedergang des keltischen Oppidums, auf das römische Kastell und die Handelsbeziehungen zwischen Kelten im oberbayrischen und Rätern im Tiroler Raum. Uns beeindruckten besonders die großartigen Funde aus der keltischen Zeit, die auf den Reichtum der vorrömischen Siedlung hinweisen und die hervorragend erhaltenen römischen Militärschiffe aus dem römischen Militärlager.

Unser Mittagessen nahmen wir in einem bayrischen Gasthof ein, zu dem sich auch Dr. Pechtl gesellte. Es folgte dann noch eine Führung durch das Außengelände, wobei wir vom Südtor zum Osttor der Befestigungsanlage des ehemaligen Oppidums wanderten und dann noch einen Einblick von der Weitläufigkeit des römischen Kastells in Oberstimm bekamen.

Vor unserer Rückfahrt wurden wir noch von eifrigen MuseumsmitarbeiterInnen mit Kaffee und Kuchen bewirtet und konnten uns noch im Museumsshop umschauen.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Länge von Hin- und Rückfahrt dieser Vereinsexkursion durch die nachhaltigen Eindrücke dieses Museumsbesuches, die freundliche Aufnahme im kelten-römer-museum und die Möglichkeit des gegenseitigen Austauschs und Gesprächs mehr als wettgemacht wurden.


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